Neue (alte) Grundsätze braucht Deutschlands Bildungssystem

Neue (alte) Grundsätze braucht Deutschlands Bildungssystem

17. Mai 2019 0 Von Madita E. Heubach

Noten hier, Prüfungen da, die Konsequenz: Bulimie-Lernen statt Bildung. So sieht der Schul- und Unialltag in einem Großteil der deutschen Bildungsinstitutionen aus. Leistung steht im Fokus, Entfaltung ist ein Fremdwort. Eine kleine Veränderung könnte jedoch Großes bewirken: Neue (alte) Grundsätze als Zielsetzungen für das Bildungssystem würden einiges ins Rollen bringen.

Wir haben schon vor geraumer Zeit erkannt, dass uns der Konsum nur in den Wahnsinn treibt und auf keinen Fall zu wahrem Wohl-Sein führt; dass uns der Leistungsdruck krank macht und nicht etwa zu unserem Optimum treibt; dass der Wettbewerb uns einsam macht und niemals unser wahres Potenzial aufdecken kann.

Dennoch wehren wir uns kaum. Vermutlich, weil wir es zwar erkannt, aber nicht verinnerlicht haben. Wir sehen, aber wir spüren die Gefahr nicht. Noch nicht. Oder etwa doch? Einige von uns spüren sie schon. Wenige spürten sie bereits, bevor die Dinge so richtig in Fahrt kamen. Und wer sie spürt, der kann unmöglich so weiter machen, wie bisher. Alles in ihm wehrt sich und kämpft um die Befreiung aus dem Hamsterrad. Doch wenn wir die Menschheit retten wollen, müssen wir jeden mobilisieren.

Ich bin abgeschweift. Zurück zu den Auswirkungen des Leistungskampfes auf unsere Kinder. Wir liefern sie diesem Kampf ab der ersten Klasse aus. Wir wollen sie stark machen, damit sie überleben. Die Evolution hat es bewiesen: Nur der Stärkste überlebt. Singular.

Falsch. Die Stärke liegt nicht in der Kraft eines Einzelnen. Die Stärke erwächst aus der Verbundenheit einer Vielfalt.

Doch wenn diese Erkenntnis bereits da ist, zum Greifen nahe, dass die Gier nach Leistung unmöglich der richtige Weg sein kann, warum tun wir unseren Kindern all dies nach wie vor an? Ist das noch verantwortlich? Verstößt dies nicht gegen unser grundlegendstes Gesetz?

Den vollständigen Artikel gibt es auf meinem Bildungsblog.

Quelle Beitragsbild: pixabay.com