Autor: Madita Hänsch

Achtsamkeit und Gesundheit im Berufsalltag

Wir verbringen viel Zeit damit, andere zu treffen oder E-Mails auszutauschen, aber nicht sehr viel Zeit, mit uns selbst zu kommunizieren. Darum wissen wir nicht, was in uns vor sich geht. Vielleicht herrscht in uns ein totales Durcheinander. Wie können wir dann mit einem anderen Menschen kommunizieren?
Im täglichen Leben sind wir von uns selbst getrennt. Wir gehen, aber wir wissen nicht, dass wir gehen. Wir sind hier, aber wir wissen nicht, dass wir hier sind. Wir sind lebendig, wissen aber nicht, dass wir es sind. Während des Tages verlieren wir uns.
Innezuhalten und mit uns selbst in Kommunikation zu treten ist ein revolutionärer Akt. Sie setzen sich hin und beenden diesen Zustand des Verlorenseins, des Nicht-Sie-selbst-Seins. Sie beginnen damit, indem Sie einfach mit dem aufhören, was Sie gerade tun, und sich mit sich selbst verbinden. Das wird achtsame Gewahrsein genannt. Achtsamkeit ist volles Gewahrsein des gegenwärtigen Moments. Sie brauchen dazu kein iPhone und keinen Computer. Sie müssen sich nur hinsetzen und ein- und ausatmen. In nur wenigen Augenblicken können Sie sich mit sich selbst verbinden. Sie wissen, was in Ihrem Körper, in Ihren Gefühlen und in Ihrer Wahrnehmung geschieht.

Von Madita Hänsch 16. Juni 2024 0

Learning Communities

Entgegen eines eher traditionellen Bilds von Lehrkräften, deren Aufgabe es sei, “das Wissen” aufzubereiten und den Schüler:innen “zu vermitteln” beruht auf der inzwischen überholten Annahme, dass Wissen von Person A zu Person B einfach weitergegeben werden kann, wie ein Down- und Upload zwischen zwei Festplatten. Dank der Neurowissenschaft können wir inzwischen belegen, dass unsere Gehirne so eben nicht lernen. Wir betten die Informationen stets in unsere ganz persönlichen Kontexte ein. 

Von Madita Hänsch 8. Juni 2024 0

Interdisziplinäre Teams

Während in den meisten Unternehmen ab einer gewissen Größe eigene Abteilungen für die verschiedenen Aufgabenbereiche gebildet werden, um der anfallenden Arbeit gerecht zu werden, ist es in Bildungshäusern üblich, diese zusätzlichen Aufgaben dem vorhandenen Personal aufzubürden – Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, die für diese zusätzlichen Aufgaben nicht zwingend zusätzlich qualifiziert sind.

Von Madita Hänsch 7. Juni 2024 0

Digitalisierte Arbeitswelt

Es ist weder eine Frage des Geschlechts, noch der Religion, Kultur oder anderer Kategorien, die wir den Menschen gerne zuschreiben – es ist eine Frage des Mindset, der eigenen Einstellung gegenüber der Aufgabe zu lernen und sich weiterzuentwickeln, in Bezug auf das Leben und damit auch die Arbeitswelt, ob ich Angst davor habe, wenn sich die Welt ändert, oder ob ich diese Veränderungen als Chancen und Herausforderungen wahrnehme, an denen ich wachsen kann.

Von Madita Hänsch 4. Juni 2024 0

New Work braucht New Learning

Um von New Learning im engeren Sinne sprechen zu können, muss sich Lernen an den oben aufgeführten zentralen Prinzipien des New Work Konzepts orientieren und die Selbst- und Potenzialentfaltung des Individuums in den Fokus rücken, damit die Weiterentwicklung der Individuen einen Beitrag zur Entwicklung der Gesamtorganisation leisten kann. New Learning bezeichnet Lernen, das vom Lernenden als sinnhaft erlebt wird und die Teilhabe an der Gemeinschaft ermöglicht. Der Lernprozess ist dabei geprägt durch Selbstbestimmung, Autonomie und dem Streben nach Wirksamkeit. Die Lernenden erleben ein hohes Maß an Selbstverantwortung und die Zugehörigkeit zur (Lern-)gemeinschaft.
Was hat das mit der Arbeitskultur zu tun?

Von Madita Hänsch 3. Juni 2024 0

New Work needs Inner Work

An Organisationen ist heute mehr denn je die Anforderung gestellt, immer größere Informationsmengen mit immer größerer Geschwindigkeit wahrzunehmen und zu verarbeiten, wenn sie erfolgreich bleiben wollen. Organisationen, die für das Wahrnehmen und Verarbeiten von derartigen Informationsmengen auf wenige Top-Manager setzen, schaffen sich Flaschenhälse. Statt das Potenzial vieler hundert oder tausend Menschen in der Organisation dafür zu nutzen, wird diese Verarbeitungskapazität auf wenige zentrale Entscheidungsträger reduziert. Noch immer herrscht oftmals der Glaube, dass wenige Menschen aufgrund ihrer Fähigkeiten den richtigen Weg für eine Organisation kennen, dass sie alle wichtigen Einflussgrößen im Blick haben, deren Entwicklung gut einschätzen können und entsprechende Entscheidungen ableiten. Und, ganz ehrlich – wer würde das allen Ernstes von sich selbst behaupten? Doch selbst wenn die klügsten, empathischsten und kompetentesten Menschen an der Spitze der Organisation stehen, reichen deren Kapazitäten nicht aus, um der ständig steigenden Komplexität gerecht zu werden. Denn all das, was hier, bei diesen wenigen Menschen, nicht als ‚wichtig‘ genug erscheint, um auf die Agenda dieser wenigen Entscheidungsträger zu kommen, geht als Entwicklungschance für die Organisation verloren.

Von Madita Hänsch 31. Mai 2024 0

Arbeit mit Sinn

In einer digitalisierten und globalisierten Welt stehen dem Menschen beinahe unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung, zu entscheiden, welcher Arbeit er nachgehen möchte. Daher eröffnet sich uns heutzutage eine Alternative zur “Mühe” und “Knechtschaft”. 

Viele von uns haben inzwischen die Freiheit eine Berufung anstatt eine Arbeit zu wählen. Berufung ist dabei ein anderes Wort für “Arbeit mit Sinn”. Als eine sinnvolle Arbeit gilt, wenn mich die Ausübung der Tätigkeit zufrieden stimmt. Was zufrieden stimmt, ist für jede:n eine individuelle Erfahrung.

Von Madita Hänsch 30. Mai 2024 0

The Circle of Safety

Es ist eine logische Konsequenz, dass, wenn ich mich sicher fühle, mutig bin, mit neuen Ideen voranzugehen und Fehler einzugestehen, wenn ich keine Strafe oder Beschämung fürchten muss. Ebenso tolerant kann ich mit den Fehlern meines Gegenübers umgehen. Und wenn ich zum Ziel habe, gemeinsam daran zu arbeiten, Lösungen zu finden, dann ist es ein natürliches Verhalten, meinem Gegenüber dabei zu helfen, aus den Fehlern zu lernen und sich weiterzuentwickeln. 

Von Madita Hänsch 27. Mai 2024 0

Wie wir lernen

Wenn der Lernende noch kein Interesse am Lerngegenstand hat, dann ist es die Aufgabe der Lernbegleitung, die Relevanz des Lerngegenstands aufzuzeigen, den Lernenden dann an das Thema heranzuführen (= Push), bis der Punkt erreicht ist, ab dem der Lernende sich selbstständig vorhandene Ressourcen nutzbar machen kann.

Von Madita Hänsch 24. Mai 2024 0