Projekte

Hier dokumentiere und präsentiere ich Projekte, die ich als Bildungssystemdesignerin oder Autorin begleitet habe. Die neuesten Beiträge finden sich stets oben auf der Seite. Für ältere Projekte einfach ein wenig nach unten scrollen.

Berichterstattungen in der Presse findest du hier: https://www.madita-heubach.de/presse

Educational Greenhouse (ab Mai 2019)

Aktuell begleite ich die Educational Greenhouse gGmbH als Social Media Managerin. Zukünftig werden für mich Aufgaben im Bereich der Erwachsenenbildung und konkret im Bildungssystemdesign folgen.

Educational Greenhouse gründet sich auf den Visionen eines neuen Bildungssystems von seinen Gründern und Mitstreiter*innen (u.a. von mir). Alle Beteiligten gestalten laufend die Unternehmung weiter. Konkret sollen neue Bildungskonzepte entwickelt, umgesetzt und weltweit verbreitet werden. Eine Vernetzung von Bildungsvisionär*innen ist Bestandteil dieser Arbeit. Mehr dazu auf: www.educational-greenhouse.org


Erste Zukunftsbörse am Ratsgymnasium Wolfsburg (4. April 2019)

Am gestrigen Nachmittag fand zum ersten Mal die Zukunftsbörse am Ratsgymnasium Wolfsburg statt. Als ehemalige Schülerin dieser Schule initiierte ich vor etwa drei Jahren ein Alumni-Projekt, da ich mir im Rückblick für die Schüler*innen mehr Gelegenheiten zum Informieren über mögliche Berufswege wünschte. Wir starteten in kleinem Rahmen mit einem jährlich stattfindenden RGW-Talk. Bei diesem kamen eine Handvoll Ehemalige für eine Schulstunde vorbei und die Schüler*innen des Abiturientenjahrgangs durften uns alle Fragen zum Leben nach der Schule stellen, die ihnen auf der Seele brannten. Da diese Veranstaltungen von den Schüler*innen durchweg positives Feedback bekamen, waren wir in diesem Schuljahr bereit für den nächsten Schritt.

Tatsächlich war das Format der Zukunftsbörse meine ursprüngliche Idee für einen Austausch zwischen Ehemaligen und Schüler*innen gewesen. Der RGW-Talk war in den letzten drei Jahren ein Ableger dieser Idee, um zu testen, wie gut der Austausch von den Schülern angenommen wird. Außerdem gewannen wir dadurch Zeit und Aufmerksamkeit, um ein Netzwerk von Ehemaligen aufzubauen.

Inzwischen ist das Netzwerk gewachsen und wir sahen uns in diesem Schuljahr dazu in der Lage, eine Börse mit 27 Stationen anzubieten. Darunter waren auch eine Auswahl regionaler Unternehmen und eine Fachhochschule. Wir erhoffen uns zukünftig mehr Zusagen seitens öffentlicher Ausbildungsbetriebe und regionaler Universitäten zu erhalten, um die Börse weiter ausbauen zu können und den Schüler*innen eine Vielfalt an Möglichkeiten zu bieten.

Die Zukunftsbörse bot den Schüler*innen also eine Auswahl von 27 Stationen, die sich aus Unternehmen, einer Fachhochschule und ehemaligen Schüler*innen des Ratsgymnasiums zusammensetzten. Alle standen zur Verfügung, um die dringenden Fragen der Schüler*innen zu beantworten. Nicht zuletzt boten die Ehemaligen einen authentischen Einblick in verschiedene Ausbildungswege, Studiengänge, Auslandserfahrungen und Berufe. Sie gaben den Schüler*innen laufend wertvolle Tipps, wie man seinen eigenen Weg im Leben finden kann.

Das spontane Feedback von Ehemaligen und Unternehmen war durchweg positiv. Die Schüler*innen waren interessiert und stellten gezielte Fragen. Die einzelnen Stationen waren laufend belegt und hinterher fühlte sich manch ein*e Ehemalige*r, ich ebenso, als hätte man sich in den kurzen zwei Stunden den Mund regelrecht fusselig geredet.

Besonderer Dank gilt abschließend vor allem den Ehemaligen, die teilweise weite Wege auf sich genommen haben und sich Urlaub nahmen, um in diesen zwei Stunden für die Schüler*innen da zu sein und die Idee der Zukunftsbörse zu unterstützen. Herr Nitschke (Lehrer und Sek-1-Koordinator am Ratsgymnasium) bewies besonders großes Engagement, nahm die Führung für alles Organisatorische in die Hand und half, dass die erste Zukunftsbörse zu einem Erfolg wurde.

Ich freue mich darauf dieses Event im nächsten Schuljahr zu wiederholen.

Demnächst erscheint auch auf der Webseite der Schule ein Bericht über die Zukunftsbörse.


Ein neues Bildungsverständnis für die Kita St. Petrus (2019)

Nach der gelungenen Zusammenarbeit an dem Projekt “Kinderbilderbuch Martin” (s. u.), engagierte mich die Leitung der Kita St. Petrus Ende letzten Jahres erneut, um sie bei der Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses zu unterstützen.

Langfristiges Ziel ist die Integration der Themenbereiche “Die sieben Prinzipien des Leonardo da Vinci” (nach Michael J. Gelb), “Nachhaltigkeit”, “Ernährung”, “Christliche Bildung” in die 7+1 Module der Kita. Das kurzfristige Ziel ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses für das gesamte Team und darauffolgend für das pädagogische Profil der Kita.

Mein Auftrag besteht darin, das Team an die vier Themen heranzuführen bzw. ihr bereits bestehendes Wissen zu den Themen zu bündeln und in ihrem gemeinsamen Bildungsverständnis festzuhalten. Dazu wurden vier Studientage geplant:

1. Studientag – “Die sieben Prinzipien des Leonardo da Vinci”

Agenda: a) Gemeinsame Definition für den Bildungsbegriff finden. b) Definition der einzelnen Rollen von Eltern, Erzieher*innen und Kind sowie ihre Beziehung zueinander erarbeiten. c) Einführung in das Thema “Die sieben Prinzipien des Leonardo da Vinci. d) Alle vorher genannten Bausteine in einem gemeinsamen Bildungsverständnis festhalten.

Ablauf (grob): a) Einführung in das gesamte Projekt. b) Rollenverständnis formulieren. c) Persönliches Bildungsverständnis formulieren. d) Schwerpunkte im Rollenverständnis und im persönlichen Bildungsverständnis für gemeinsames Bildungsverständnis setzen. e) Gemeinsames Bildungsverständnis festhalten. f) Leonardo-Brücke bauen. g) Einarbeitung und Diskussion über “Die sieben Prinzipien des Leonardo da Vinci”. h) Integration der Prinzipien in die Module der Kita – Entwurf erstellen.

Die Leonardo-Brücke

Ergebnisse: Die Mitarbeiter*innen besaßen am Ende des Tages ein*e jede*r eine Formulierung ihres persönlichen Bildungsverständnisses und ihres Rollenverständnisses in der Konstellation Eltern-Kind-Erzieher. Als Team haben sie sich die ersten Absätze für ein gemeinsames Bildungsverständnisses erarbeitet und eine Sammlung an Ideen zur Integration der Prinzipien in die Module der Kita (auf die sie später aufbauen können).

2. Studientag – “Nachhaltigkeit”

Agenda: a) Einführung in das Thema. b) Integration des Themas in die Module der Kita. c) Qualitätskriterien für eine nachhaltige Kita entwerfen. d) Weiterentwicklung des gemeinsamen Bildungsverständnisses.

Ablauf (grob): a) Rückblick. b) Begriffsdefinition “Nachhaltigkeit”. c) Globale Probleme aufdecken. d) Lösungsansätze für globale Probleme diskutieren. e) Qualitätskriterien für eine nachhaltige Kita entwerfen. f) Upcycling erproben. g) Gemeinsames Bildungsverständnis weiterentwickeln.

Upcycling

Ergebnisse: Am Ende des Tages hatte das Team eine Liste an Qualitätskriterien für eine nachhaltige Kita entworfen (worauf sie später aufbauen können) und ihr gemeinsames Bildungsverständnis weiterentwickelt.

3. Studientag – “Ernährung”

Agenda: a) Verknüpfung der drei Themen aller bisherigen Studientage. b) Saisonkalender für die Kita erstellen. c) Projektwochen entwerfen. d) Gemeinsames Bildungsverständnis weiterentwickeln.

Ablauf (grob): a) Rückblick und Einführung. b) Impulsvortrag: Ernährung systemisch gedacht. c) Ausschnitt Dokumentation “Sustainable”. d) Saisonkalender erstellen. e) Brainstorming Themenfelder zu Ernährung in der Kita. f) Projektwochen entwerfen. g) Gemeinsames Bildungsverständnis weiterentwickeln.

Ergebnisse: Das Team hat die bisherigen Ergebnisse aus den drei Studientagen miteinander verknüpfen können, neue Impulse für das Thema “Ernährung” erhalten, einen Saisonkalender für die Kita erstellt, Projektwochen entworfen und große Motivation und Diskussionsbedarf für eine weitere Vertiefung der Arbeit mit diesem Thema erkannt.

4. Studientag – “Christliche Bildung für nachhaltige Entwicklung”

Agenda: a) Religionspädagogik auf das Thema Nachhaltigkeit anweden. b) Die Theorie der Emotionalen Intelligenz nach Daniel Goleman kennenlernen. c) Den Kreis schließen und alle vier Themenbereiche miteinander in einem Gesamtbild verknüpfen. d) Das gemeinsame Bildungsverständnis fertigstellen.

Ablauf (grob): a) Gemeinsame Andacht. b) Impulsvortrag: Emotionale Intelligenz nach Daniel Goleman. c) Rückblick auf die letzten drei Studientage und Zusammenfassung. d) Einzelarbeit: Entwerfe ein Gesamtbild für das gemeinsame Bildungsverständnis. e) Gruppenarbeit: Gestaltet ein Gesamtbild für das gemeinsame Bildungsverständnis. f) Präsentation der Bilder. g) Diskussion: Wie soll das Endergebnis für ein Bild des gemeinsamen Bildungsverständnisses aussehen? h) Diskussion: Wie formulieren wir den letzten Absatz des gemeinsamen Bildungsverständnisses?

Ergebnisse: Das Team hat die Theorie der Emotionalen Intelligenz nach Daniel Goleman kennengelernt. Sie haben ein Gesamtbild erstellt, in dem sie alle bisherigen Bausteine des gemeinsamen Bildungsverständnisses bildlich darstellen. Das Bildungsverständnis haben sie anschließend fertig formuliert.

Ausblick – Ein neues pädagogisches Konzept

Da nach Abschluss der vier Studientage das gemeinsame Bildungsverständnis steht und damit die Basis für eine gemeinsame Vision entstanden ist, kann das Team der Kita in die Weiterentwicklung ihres pädagogischen Konzepts starten. Darüber hinaus wird ein Methodenhandbuch entstehen.


Kinderbilderbuch “Martin” (2017)

Die Leitung der Kita St. Petrus trat Anfang 2017 an mich heran, da der Wunsch bestand, ein Kinderbilderbuch anlässlich des 500. Reformationstages zu gestalten. Die Kita plante bereits das gesamte Jahr im Sinne des Themas Martin Luther – indem sie ihre alljährliche Bibelwoche auf Luthers Person und seine Thesen fokussierten und indem sie ein großes Luther-Lichter-Fest für den 31.10.2017 planten. Da die Kita in der Vergangenheit bereits ein Bilderbuch (“Das Geheimnis vom Glücklichsein”) gestaltet hatte, kam die Idee auf, dies für das Luther-Jahr zu wiederholen. Dafür sollte ich als Autorin engagiert werden.

Ich kontaktierte Autor und Verleger Christoph Peter Ehrlich, um ihn als Partner für dieses Projekt ins Boot zu holen. Er war sofort mit großer Begeisterung dabei. In gemeinsamen Gesprächen mit der Leitung der Kita und dem Pfarrer der Gemeinde fassten wir folgenden Plan:

Bildquelle: www.martin-daskinderbuch.de

1.Wir Autoren besuchten die Vorschulkinder (BUTZE) der Kita an fünf Tagen und unterhielten uns mit ihnen pro Tag für etwa eine Stunde über ein Thema, das Luther in seinen Thesen aufgreift. Auch ließen wir sie zu den Themen malen oder ein spannendes Spiel spielen. Die Themen lauteten: Liebe, Angst, Schatz, Gott, Himmel und Hölle.

2. Basierend auf dem, was uns die Kinder erzählten, wie sie diese Begriffe verstanden und welche Geschichten sie uns dazu erzählen konnten, schrieben wir eine Geschichte mit der Hauptfigur “der kleine Martin”, basierend auf Martin Luther.

Bildquelle: www.martin-daskinderbuch.de

3. Die Kinder erhielten von Britta Roller spielerisch gestalteten Schauspiel-unterricht und lernten die unterschiedlichsten Gefühle auszudrücken.

4. Die Kinder schlüpften in selbstgemachte Kostüme und traten an verschiedenen Drehorten vor die professionelle Kamera von Andreas Keudel, um die Geschichte von dem kleinen Martin zu bebildern.

5. Christoph Peter Ehrlich fertigte das Layout für das Buch und gab es im Namen seines Ehrlich-Verlags in den Druck und schließlich am 31.10.2017 in den Buchhandel.

6. Am 500. Reformationstag feierte die Gemeinde das Luther-Lichter-Fest und das Buch “Martin” hatte seine Premiere.

Mit diesem Projekt erhielten die Vorschulkinder der Kita St. Petrus die Möglichkeit, über ausgewählte Themen aus Martin Luthers Thesen zu philosophieren und zu diskutieren. Ihre Antworten flossen teils wortwörtlich in das Buch mit ein. Die Kinder beteiligten sich an der Entwicklung des Bilderbuchs, übten sich im Schauspiel und hatten während des gesamten Prozesses vor allem viel Spaß und Freude. Die Kita-Leitung und ich hoffen, dass dieses Projekt als ein Vorbild für andere Kindertagesstätten dient, Ähnliches mit ihren Schützlingen zu gestalten.

Für mehr Informationen über das Projekt: www.martin-daskinderbuch.de