Forschung

Hier stelle ich Ergebnisse aus meiner Forschung als Bildungssystemdesignerin zur Verfügung. Aktuell studiere ich meinen Master an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Zensur auf dem Prüfstand

Ausschnitt aus meiner Hausarbeit mit dem oben genannten Titel aus dem ersten Fachsemester meines Masterstudiums:

Obwohl die erste Fachliteratur, die sich mit Reformen für das Bildungssystem Deutschland befasst, bereits auf die 60er zurückdatiert werden kann, hat sich seitdem wenig verändert. Es gibt viele Streitthemen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik im Bildungssektor. Mit einem der ältesten Streitthemen befasst sich diese Arbeit. Es geht um die Frage, ob die Zensur den heutigen Anforderungen der Gesellschaft an das Bildungssystem entsprechen kann. Diese Betrachtung erfolgt am Beispiel der Gesetzmäßigkeiten im Bundesland Niedersachsen.

Dazu werden in Kapitel 2 zunächst die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Schule im Bundesland Niedersachsen analysiert.

In Kapitel 3 wird ein Überblick über die historische Entwicklung der Zensur und ihrer ursprünglichen Aufgabe gegeben. Die Betrachtung der Weiterentwicklung bzw. Ausdehnung der Aufgaben an die Zensur ist ein weiterer Schwerpunkt dieses Kapitels.

Die eigentliche Diskussion wird in Kapitel 4 erfolgen. Es wird der Frage nachgegangen, ob die Zensur den in Kapitel 2 und 3 dargelegten Anforderungen gerecht werden kann. Hierzu werden zusammenfassende Ergebnisse aus Studien herangezogen. In Kapitel 4.1 wird die Widersprüchlichkeit der Anforderungen herausgestellt. In Kapitel 4.2 wird Kritik an der vermeintlichen Objektivität der Zensurenvergabe geübt.

Letztendlich soll auf Grundlage der bis dahin gezeichneten Argumentation die folgende These begründet werden:

dass die der Zensur gestellten Aufgaben zugrundeliegende Widersprüchlichkeit verhindert, dass einzelne Aufgaben zufriedenstellend ausgeführt werden können.

Die gesamte Hausarbeit steht hier zum Download zur Verfügung:


Neue Rahmenbedingungen für das Bildungssystem Niedersachsen – Ein theoretischer Ansatz

Ausschnitt aus meiner Hausarbeit mit dem oben genannten Titel aus dem zweiten Fachsemester meines Masterstudiums:

Abschaffung der Noten, Aufbrechung der Fächertrennung, Selbstbestimmtes Lernen, Lehrer als Lernbegleiter, Nachmittagsbetreuung, Inklusion, Einheitsschule usw. und so fort. Die Liste der bereits durchgeführten Reformen scheint ebenso lang wie die der geforderten Reformen. So unterschiedliche Ansätze diese verfolgen, haben sie doch zusehends eines gemeinsam: Sie widmen sich lediglich einem Ausschnitt des gesamten Bildungssystems und eher den Symptomen von Problemen anstatt der eigentlichen Ursache.

Entsprechend einer allumfassenden systemischen Betrachtung soll in dieser Hausarbeit ein systemischer Ansatz verfolgt werden, der sich gleichzeitig mit den einzelnen Variablen und außerdem deren Wechselwirkungen in ihren Beziehungsstrukturen befasst. Da jedoch das gesamte Bildungssystem in seinen einzelnen Ebenen eine (oder gar mehrere) Doktorarbeit(en) füllen kann, wird lediglich in Ansätzen die Theorie der strukturellen Rahmenbedingungen des Bildungssystems am Beispiel des Bundeslandes Niedersachsen verfolgt.

Die Diskussion beruht auf der Frage, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um dem Bildungsanspruch von Individualität und Gleichberechtigung gerecht zu werden. Die Frage leitet sich aus den Ergebnissen der vorangegangenen Hausarbeit (unter dem Titel „Die Zensur auf dem Prüfstand – ihr eigentlicher Bildungsauftrag und die gesamtgesellschaftlichen Anforderungen“) ab. Hier wurde die These formuliert, dass die Widersprüchlichkeit, welche der an die Zensur gestellten Aufgaben zugrunde liegt, verhindert, dass einzelne Aufgaben zufriedenstellend ausgeführt werden können.

Diese Widersprüchlichkeit liegt darin begründet, dass im Bildungssystem einerseits Instrumente der Selektion aktiv sind und andererseits der Anspruch nach Individualität und Gleichberechtigung verfolgt wird. Aus der These folgt die Annahme, dass dieser Widerspruch aufgehoben werden muss, um die Stabilität des Systems weitergehend zu gewährleisten. Verschiedene Wege können demnach eingeschlagen werden: Entweder fokussiert sich die Zielsetzung auf den Aspekt der Selektion oder auf den Aspekt der Individualität und Gleichberechtigung.

In dieser folgenden Arbeit wird theoretisiert, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um den zweiten Aspekt erfolgreich fokussieren und damit das Bildungssystem nachhaltig stabilisieren zu können.

Hierzu erfolgt im zweiten Kapitel eine Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten der Individualität und damit einhergehenden Selbstwirksamkeit im Zusammenhang mit dem Bildungsanspruch, der den Gesetzen des Bundeslandes Niedersachsen zugrunde liegt.

In Kapitel drei werden die Grundregeln zur Stabilisierung eines Systems diskutiert und auf das Bildungssystem mit seiner in Kapitel zwei aufgeschlüsselten Zielsetzung übertragen.

Schließlich erfolgt in Kapitel vier die Zusammenfügung der Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln sowie ein Exkurs in Hinblick auf systemische Kopplungen des Bildungssystems mit anderen Systemen sowie der Teilsysteme innerhalb des Bildungssystems.

Diese Arbeit soll zum Ergebnis einen theoretischen Ansatz formulieren, der ggfls. zukünftig anhand von tiefer gehenden Recherchen und Forschungen weiter verfolgt werden kann, um eine umfassende und vor allem systemische Reform des Bildungssystems zu motivieren.

Die gesamte Hausarbeit steht hier zum Download zur Verfügung:


Systeminterventionsdesign – Von der Fehlervermeidung zur Fehleroffenheit im Bildungssystem

Ausschnitt aus meiner Hausarbeit mit dem oben genannten Titel aus dem dritten Fachsemester meines Masterstudiums:

Von wahrer Chancengleichheit ist das deutsche Bildungssystem nach wie vor weit entfernt, obwohl es seit einigen Jahrzehnten diesen Anspruch erhebt. Maßnahmen zur Annäherung an dieses Ziel bewegten sich bisher in sehr kleinem Rahmen und waren demnach von nur geringem Erfolg gekrönt, wie der Vergleich der PISA-Ergebnisse über die Jahre beweist. Die Kritik aus der Gesellschaft an dem deutschen Bildungssystem wächst jedoch stetig. Die Notwendigkeit von Innovationen vor allem für die deutschen Schulen erscheint immer größer.

Tatsächlich bedarf es umfassender struktureller Veränderungen, damit das System den Ansprüchen zukünftig gerecht wird. Wie solche Veränderungen aussehen könnten, wird in dieser Arbeit diskutiert.

In Kapitel 2 erfolgt dazu die Einbettung des Bildungssystems in seinen gesellschaftlichen Kontext und die Kritik an seinen Funktionen sowie eine Erläuterung einer möglichen alternativen Strategie.

In Kapitel 3 wird die These aufgestellt, dass das finnische Bildungssystem dank seiner Prüfungsverfahren und Förderung leistungsschwacher Schüler erfolgreich das Ziel der Chancengleichheit unterstützt. Es wird demnach als ein positives Beispiel für umsetzbare Maßnahmen für das deutsche Bildungssystem angeführt. Schließlich folgt das eigentliche Interventionsdesign.

In dieser Arbeit werden die Schulen fokussiert. Es wird gelegentlich auf Erkenntnisse zurückgegriffen, die in der vorangegangenen Arbeit, mit dem Titel Die Zensur auf dem Prüfstand, gewonnen wurden.

Die gesamte Hausarbeit steht hier zum Download zur Verfügung: